BEHAVIOR-001: learn and predict actuator actions

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# ML Training- und Evaluations-Workflow
# Verhaltenslernen und Vorhersage
SillyHome Next trainiert ein lokales statistisches Baseline-Modell pro Sensor
und Merkmal. Es benötigt keine Cloud und keine externe ML-Laufzeit.
Seit `v0.5.0` ist der produktive Lernpfad aktor-zentriert. Nutzer wählen nur
einen Aktor; Sensoren, Kontext und Modelle werden automatisch verwaltet.
Seit `v0.4.0` ist der bevorzugte Weg aktor-zentriert: ein bestätigter Aktuator
wird mit einem numerischen Primärsensor verknüpft, die Historie dieses Sensors
wird automatisch geladen und in ein deterministisches Artefakt überführt.
## Datengrundlage
## 1. Daten sammeln
Für jeden Aktor lädt SillyHome Next:
Alle Trainingsvektoren werden über `FeatureStore.add(...)` oder `add_batch(...)` eingepflegt. Jeder Vektor enthält eine Sensor-ID sowie ein Dictionary mit Merkmalen.
- dessen Zustandswechsel aus der Home-Assistant-Historie
- Logbook-Einträge zur Herkunft der Handlung
- automatisch zugeordnete Mess- und Kontext-Entities
- deren Zustand zum Zeitpunkt der Handlung
Im Normalbetrieb erzeugt die Reconciliation diese Vektoren selbst aus realer
Home-Assistant-History. Das Trainingsmerkmal heißt dabei immer `value`.
Binäre Kontextsensoren bleiben Kontext und werden nicht als numerische Samples
missverstanden.
Eindeutig einem Home-Assistant-Benutzer zugeordnete Handlungen erhalten das
höchste Gewicht. Erkannte Automations- und Script-Aktionen werden verworfen.
Physische oder nicht eindeutig zuordenbare Bedienungen dürfen das
Shadow-Modell ergänzen, reichen allein aber nicht zur Aktivierung.
## 2. Statistisches Artefakt erzeugen
## Modell
```python
store = FeatureStore()
store.add(FeatureVector(sensor_id="sensor.kitchen", values={"temperature": 21.0}))
pipeline = TrainingPipeline(store)
artifact = pipeline.run("my_artifact")
pipeline.export("my_artifact")
```
Das lokale Modell speichert pro beobachteter Handlung:
`TrainingPipeline.run(...)` berechnet für jedes numerische Merkmal:
- Zielzustand
- lokale Tageszeit
- Wochentag
- Kontextzustände
- Herkunft und Gewicht
- Stichprobenzahl
- Mittelwert und Standardabweichung
- Minimum und Maximum
- linearen Trend mit Steigung und Achsenabschnitt
Eine Vorhersage bewertet zeitliche Nähe, Wochentagsmuster und aktuellen
Kontext. Mehrere passende historische Handlungen erhöhen die Confidence.
Die nächste Vorhersage kombiniert den letzten beobachteten Wert mit der
trainierten Trendsteigung. Die Confidence berücksichtigt Datenmenge und
Stabilität.
## Betriebsstufen
## 3. Modell evaluieren
1. `collecting`: Noch nicht genügend Handlungen vorhanden.
2. `shadow`: Modell ist trainiert; Vorhersagen werden angezeigt, aber nicht ausgeführt.
3. `active`: Nutzer hat den Aktor ausdrücklich freigegeben.
```python
evaluator = Evaluator(pipeline)
report = evaluator.evaluate(artifact.artifact_id, validation_samples)
```
Die Aktivierung verlangt genügend eindeutig einem Benutzer zugeordnete
Handlungen. Ausgeführt werden nur erlaubte Zustände reversibler Domains:
`light`, `switch`, `fan`, `humidifier` und `cover`.
Der Report enthält echte numerische Vergleichsmetriken:
- `artifact_id`
- `sample_size`
- `mae` (Mean Absolute Error)
- `rmse` (Root Mean Squared Error)
- `coverage` für den Anteil auswertbarer Merkmale
## Schutzmechanismen
## 4. Modell registrieren
Das trainierte Artefakt kann anschließend über `ModelRegistry.register(artifact)` bereitgestellt werden. Die ML-Serving-API stellt es unter `/ml/predict` und `/ml/batch` zur Verfügung.
## 5. Retraining ausführen
`RetrainingService.retrain(...)` führt genau einen Trainingslauf aus und ersetzt
ein vorhandenes Artefakt mit derselben ID atomisch in der Registry:
```python
service = RetrainingService(registry)
result = service.retrain("home-model", vectors)
```
Scheduler, Cronjobs oder Home-Assistant-Automationen können alternativ die
zustandslose Funktion `retrain_model(registry, artifact_id, vectors)` aufrufen.
Der Service startet bewusst keinen eigenen Hintergrundprozess. Über
`POST /ml/retrain` kann derselbe Ablauf per API angestoßen werden.
## 6. Autonomer Lebenszyklus
Der `ActuatorReconciliationService` verwaltet pro konfiguriertem Aktuator:
- die automatische Sensor- und Kontextzuordnung mit Score, Confidence und Evidenz
- persistente manuelle Overrides
- den Modellstatus (`trained`, `pending_history`, `review_required`, `archived`, ...)
- ein Audit-Protokoll mit Gründen für Training, Retraining oder Archivierung
Retraining erfolgt nur, wenn:
- genügend nutzbare numerische Historie vorliegt
- die aktuelle Zuordnung eindeutig oder manuell bestätigt ist
- die Historie sich materiell verändert hat oder das Modell als stale gilt
## Hinweise
- Für reproduzierbare Sensor-Reihenfolgen wird in `TrainingPipeline.run(...)` eine sortierte Sensor-Liste verwendet.
- Fehlende Trainingsdaten lösen `ValueError` aus; nicht registrierte Artefakte lösen `KeyError` aus.
- Nur endliche numerische Werte werden trainiert.
- `coverage` bleibt im Bereich 0 bis 1.
- explizite Freigabe pro Aktor
- konfigurierbare Mindestkonfidenz
- Cooldown zwischen Schaltungen
- keine Ausführung bei bereits erreichtem Zielzustand
- keine Ausführung unbekannter Zustände oder riskanter Domains
- eigene Schaltungen werden beim nächsten Training herausgefiltert
- bekannte Automation-/Script-Aktionen werden nicht als Nutzerverhalten gelernt